Kunst und Kultur sind weit mehr als Unterhaltung – sie sind Bildungsraum, Begegnungsort und Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit dem aktuellen Haushalt setzen die Regierungsfraktionen ein klares Zeichen für die nachhaltige Stärkung der Kulturlandschaft in Niedersachsen. Insgesamt wird der Kulturhaushalt über die politische Liste um rund 5,5 Millionen Euro aufgestockt.
„Kultur ist kein Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil unserer Demokratie: Sie schafft Räume für Austausch, Teilhabe und Zusammenhalt – gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen“, betont Ulf Prange, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.
Ein Schwerpunkt liegt auf der dauerhaften Absicherung kultureller Strukturen. In den letzten Haushalten ist es Minister Falko Mohrs gelungen, Mittel aus der politischen Liste der Vorjahre zu verstetigen. Davon profitieren die kommunalen Theater, die Musikschulen, der Landesmusikrat, der Landesverband Theaterpädagogik, die freien Theater sowie die Landschaften. Mit der sogenannten Kulturmillion, die dauerhaft zur Verfügung steht, erhalten 54 Kultureinrichtungen mit dem Haushalt 2026 weitere finanzielle Verbesserungen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der kulturellen Bildung junger Menschen. Über die Änderungsanträge der regierungstragenden Fraktionen werden die Kunstschulen, das Theaterpädagogische Zentrum Lingen, die Landesjugendensembles sowie die LAG Rock finanziell gestärkt.
Rot-grün stärkt die Kultur in der Fläche durch zusätzliche Mittel für die Kulturverbände in Niedersachsen, die nicht nur die urbanen Zentren sondern auch den ländlichen Raum mit ihren Kulturangeboten erreichen. Die Projektmittel für den Landesverband Freie Darstellende Künste sowie die Investitions- und Projektmittel für die Soziokultur werden aufgestockt. Auch die freien Ensembles sowie die Museen profitieren von einer erhöhten Förderung. Der Museumsverband Niedersachsen wird bei der digitalen Transformation der Museen unterstützt, unter anderem durch das Projekt eMuseum. Abgerundet wird der Haushalt durch eine Stärkung der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel, die als zentrale Fort- und Weiterbildungseinrichtung für Kulturschaffende fungiert.
Mit diesen Maßnahmen investiert das Land Niedersachsen gezielt in kulturelle Teilhabe, Nachwuchsförderung, Vielfalt und Zukunftsfähigkeit – und unterstreicht den Stellenwert von Kultur als tragender Säule einer offenen und demokratischen Gesellschaft.