Grundbildung für ein selbstbestimmtes Leben – Förderung für VHS Oldenburg

Niedersachsen investiert 2,2 Millionen Euro in 28 Projekte zur Förderung von Erwachsenen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten. Ziel ist es, Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten sowie Personen ohne ersten Schulabschluss beim Erwerb der Grundbildung zu unterstützen. Die Hälfte der Mittel stammt aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF+).

Wie Hanna Naber und Ulf Prange aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur erfahren haben, erhält u. a. die Volkshochschule Oldenburg gGmbH für ihr Projekt „Gesund und mobil“ eine Förderung.

„Lesen, Schreiben und Rechnen sind auch bei Erwachsenen keine Selbstverständlichkeit. Wir wollen, dass alle besser am gesellschaftlichen Leben und der Arbeitswelt teilhaben können.“ betont Hanna Naber. „Jede Investition in Grundbildung ist eine Investition in mehr Selbstbestimmung, bessere Jobchancen und ein gestärktes Miteinander.“ erklärt Ulf Prange.

Statistisch gilt rund jeder siebte Mensch in Niedersachsen als gering literalisiert. Zugleich bilden diese Grundkompetenzen die Basis für ein selbstbestimmtes Leben, Bildungschancen und Erfolg im Beruf. Alltägliche Dinge – von einer Gute-Nacht-Geschichte bis zum Behördenschreiben oder digitalen Angeboten – können für Betroffene große Hürden darstellen. Das Land will diese Personen stärker unterstützen, damit sie am gesellschaftlichen Leben und an der Arbeitswelt besser teilnehmen können. Das bereichert nicht nur jeden Einzelnen, angesichts des Fachkräftemangels profitiert auch der Wirtschaftsstandort Niedersachsen.

Hintergrund: In der aktuellen EU-Förderperiode 2021-2027 werden aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF+) rund 7 Millionen Euro für Maßnahmen zur Verringerung von geringer Literalität in Niedersachsen zur Verfügung gestellt. Das Land Niedersachsen steuert zusätzlich rund 7,6 Millionen Euro bei. Das Förderprogramm läuft seit April 2024.


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