Entlastung für Azubis: Niedersachsen führt zum 1. Januar 2026 ein ermäßigtes Deutschlandticket für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende ein. Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne unterzeichnete am heutigen Mittwoch die Finanzierungsvereinbarung für das „D-Ticket Azubi NI“. Damit übernimmt das Land ein Fünftel des jeweils aktuellen Preises für das Deutschland-Ticket. Beteiligt sich der Arbeitgeber an den Kosten, sinkt der Preis für Auszubildende auf maximal 31,50 Euro im Monat. Steigt der Arbeitgeberanteil, liegt der Preis sogar noch geringer.
Dazu Ulf Prange: „Mit der Einführung des Azubi-Tickets lösen wir ein versprechen aus dem Koalitionsvertrag ein. Damit ermöglichen wir gerade jungen Menschen in der Ausbildung landesweit bezahlbare Mobilität ohne Bürokratie. Das entlastet die schmalen Budgets der Azubis und Freiwilligendienstleistenden und stärkt gleichzeitig die Wirtschaft.
Die Unternehmen in Niedersachsen, insbesondere der Mittelstand und das Handwerk, haben den Wunsch nach diesem Beitrag zur Fachkräftesicherung geäußert.
Leider haben die Berliner Verhandlungen zum Deutschlandticket einen Ausgangspreis von 63 Euro ergeben, so dass das Land nur einen begrenzten Spielraum zur Entlastung hatte. Gleichwohl haben wir mit dem Azubiticket nun eine echte Entlastung erreichen können“, betont Prange.
Damit geht die Landesregierung weit über das hinaus, was im Koalitionsvertrag angekündigt wurde. Dort war von einem landesweiten Azubiticket die Rede, jetzt gibt es ab 1. Januar 2026 sogar ein bundesweites Ticket – und das in zwei Varianten. Ohne Arbeitgeberzuschuss sinkt der D-Ticket-Preis von regulär 63 Euro auf 50,40 Euro, da das Land 20 Prozent (12,60 Euro) übernimmt.
Zahlt der Arbeitgeber mindestens 25 Prozent des Ticket-Preises, gibt es neben dem landesseitigen Anteil von 20 Prozent noch einmal fünf Prozent Jobticket-Rabatt. Bei dieser Variante würde der Ticketpreis 31,50 Euro (50 Prozent vom regulären Preis) betragen. Die Jobticket-Variante haben große Teile der Arbeitgeber bei einer Umfrage über die Kammern und Verbände präferiert.
Die NITAG übernimmt dabei als zentrale Vertriebsstelle die Abwicklung, während die LNVG die Bewilligung und Auszahlung der Mittel steuert. Dadurch fließen die Fördergelder ausschließlich den Azubis und Freiwilligendienstleistenden zu. Für den Vertrieb geht die einheitliche und neue Seite azubiticket-niedersachsen.de an den Start“. Perspektivisch ist zudem eine Integration in den FahrPlaner geplant, der vom Land gefördert und weiter ausgebaut wird.